Die Römer gaben der Hauptstadt Österreichs mit der Bezeichnung Vindobona schon vor 2000 Jahren ihren Namen. Nur sehr wenige andere Metropolen können eine so farbige Geschichte für sich beanspruchen wie die Stadt an der Donau, die über viele Jahrhunderte Geschichte schrieb und heute Vergangenheit und Moderne wunderbar miteinander vereint.

Stadtrundfahrten in Wien

Wien war im 19. Jahrhundert Kaiserstadt und Sitz des Wiener Kongresses, bei dem Europa neu geordnet wurde. Im 20. Jahrhundert, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, war Wien die Welthauptstadt der Diplomatie. In Wien treffen sich die Menschen, um miteinander zu reden, sich zu verlieben oder einfach nur die Schönheit der Stadt zu genießen.

Hundertwasserhaus Wien

Hundertwasserhaus

An Schönheiten landschaftlicher, menschlicher und architektonischer Art mangelt es in Wien absolut nicht. Dazu trifft der Besucher der Stadt auf Einheimische, welche die Gelassenheit zum Lebenszweck erklären. Es dauert meist nicht lange und der Gast nimmt diese Gelassenheit der Wiener in sich auf und lässt sich vom Charme der Stadt bezaubern.

Eigentlich ist es viel zu schade, Wien nur einen kurzen Besuch abzustatten. Wenn es jedoch nicht zu vermeiden ist, sollte die zur Verfügung stehende Zeit optimal genutzt werden. Natürlich optimal im Wiener Sinne, sodass genügend Zeit zur Betrachtung der Wiener Sehenswürdigkeiten bleibt. Ideal dafür geeignet hierfür ist eine sogenannte Hop on Hop off Tour durch Wien. Ein 24 Stunden gültiges Ticket für einzelne oder mehrere Busrouten, die an den wichtigsten Denkmälern, Plätzen und Bauwerken der Stadt vorbeiführen. Einfach beliebig oft auf- und wieder abspringen wenn etwas gefällt, um dies in Ruhe betrachten zu können.

Die verschiedenen Busrouten sind farblich gekennzeichnet und führen an unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Nachfolgend nun eine jeweils kurze Routenbeschreibung mit ihren Höhepunkten:

Die blaue Linie

Diese Tour führt an der Donau entlang zum Hundertwasser Museum, dem Wiener Prater mit dem Riesenrad und letztlich zum 252 m hohen Donauturm, mit einem Drehrestaurant in der Aussichtsplattform, das einen fantastischen Blick über die Stadt bietet.

Die rote Linie

Hier führt die Tour entlang der Ringstraße, einschließlich Staatsoper, Kärntner Straße, Stephansdom, Burgtheater, Rathaus, Parlament und der Hofburg, in der einstmals Sissi residierte. Diese Tour kann mit einer kostenlosen Stadtführung verbunden werden, ausgehend von der Staatsoper. Unbedingt empfehlenswert.

Die gelbe Linie

Dies ist die Schlösser-Tour. Auf ihrer Strecke liegen das Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere sowie der Naschmarkt, damit neben den Augen auch der Gaumen Befriedigung erfährt.

Stephansdom in Wien

Stephansdom in Wien

Die grüne Linie

Rund um Wien führt die grüne Linie. Die Ziele hier sind der Weinort Grinzing, der Kahlenberg, Hausberg der Wiener, sowie das Stift Klosterneuburg. Eine Tour für Wein- und Wanderfreunde.

Die graue Linie

Auf dieser Linie taucht der Besucher tief in die Vergangenheit der Stadt ein. Das römische Stadtviertel Petronell-Carnuntum gilt es zu besuchen und daran anschließend das Schloss Hof, die größte ländliche Schlossanlage Österreichs. Übrigens reduziert sich der Eintritt zum Schloss um 10 %, wenn es mit einem Ticket für eine Hop on Hop off Tour besucht wird.

Die orange Linie

Weit in das Burgenland führt die orange Linie hin zum Schloss und Weingut der Fürsten Esterházy. Gleichzeitig liegen auf dieser Strecke der Neusiedler See und die mittelalterliche Stadt Rust oder auch der größte Freizeitpark Österreichs, der Family Park St. Margarethen.

Wer Wien gern von der Wasserseite aus kennenlernen möchte, dem bieten sich die verschiedenen Schiffstouren an. Umsteigemöglichkeiten vom Bus zum Schiff bieten die blaue und die rote Linie.

Fast schon Pflicht bei einem Besuch der Stadt Wien ist eine Fahrt mit dem Fiaker, Umsteigemöglichkeiten sind bei der roten Linie gegeben. Mit dem Zweispänner durch die Innenstadt und anschließend vielleicht in das weltberühmte Café und Hotel Sacher. Die Atmosphäre eines echten Wiener Kaffeehauses erleben und gleichzeitig dem Lieblingssport der Wiener frönen: ratschen und kiebitzen, übersetzt etwa reden und beobachten.

Bildmaterial: stadtrundfahrt.com